Keinen Platz für Nazis – in Lingen und anderswo!

Mit der Kampagne „Keinen Platz für Nazis“ richten wir uns gegen die zunehmenden Neonazi-Aktivitäten in Lingen und Umgebung.

Als ersten Schritt richten wir dabei unseren Blick auf die Situation in der Lingener Innenstadt. Gerade im Innenstadtbereich bewegen sich Neonazis frei von Kneipe zu Kneipe ohne nennenswerten Widerstand. Innerhalb und außerhalb dieser Kneipen versuchen die Neonazis alle fernzuhalten, die nicht in ihr Weltbild fallen, z.B. MigrantInnen oder nicht-rechte Personen. Dieses mündet oftmals in verbalen Attacken sowie in gewalttätigen Übergriffen.

Zum Auftakt unserer Kampagne wenden wir uns unter anderem an die Betreiber/-innen der Kneipen, Gaststätten und Diskotheken in Lingen. Wir fordern diese dazu auf, die Nazis nicht mehr hereinzulassen oder zu bedienen, und so im Interesse aller Gäste deutlich Flagge gegen Rassismus und Intoleranz zu zeigen. Dies soll nach Möglichkeit auch durch Aufkleber und ausgelegte Flugblätter nach außen hin kommuniziert werden, so dass alle potenziellen Gäste gleich wissen, dass sie in den jeweiligen Lokalen nicht mit der Belästigung oder Bedrohung durch Nazis rechnen müssen. Und natürlich sollen die Nazis selbst auch merken, dass sie nicht erwünscht sind und sich nicht mehr überall frei und ungestört bewegen und agieren können.

Doch natürlich geht es nicht um die Gaststättenbetreiber/-innen allein. Wir alle sind gefragt, wenn es darum geht, den Nazis den öffentlichen Raum streitig zu machen und ihnen klar zu machen, dass wir uns ihre rassistische und menschenverachtende Einstellung, ihre Bedrohnungen und Pöbeleien weder in den Kneipen noch anderswo länger gefallen lassen.

Antifaschist /-innen aus Lingen und Umgebung


2 Kommentare in „Keinen Platz für Nazis – in Lingen und anderswo!“


  1. 1 Christian 13. Februar 2012 um 19:44 Uhr

    Ich finde, hier und auf den Flyern wird nur hatz gegen die Nazis gemacht! Aber wo sind die Infos über die Linken und Punks, die genauso an Schlägereien und Ärger (z.B auf dem Altstadtfest) beteiligt waren. Ausserdem wurden von disen sogenannten Linken Wände beschmiert und rumgepöbelt.
    Als zweites sollte man erwähnen, das man NAZIS nicht einfach mit einer Flyerpropaganda in Gaststätten usw. ausschließen sollte, da auch viele Kunden eine rechte Gesinnung haben und diese nicht zeigen. Das kann zum Nachtteil der Gastronomie sein und solche, die Ärger mchen, werden sowieso der Räumlichkeit verwiesen.
    Man darf es nicht dulden, was die Rechten so machen, aber man sollte sie auch nicht ausschliessen!

  2. 2 keinenplatzfuernazis 20. Februar 2012 um 23:50 Uhr

    Hallo Christian,

    es mag sein, dass „Linke“ und „Punks“ auch mal in Ärger verwickelt sind. Warst du denn überhaupt beim Altstadtfest dabei oder urteilst du nur auf Grund des Zeitungsartikels, in dem zu lesen war, dass die Aggressionen von den „Linken“ ausgegangen seien? Diese Darstellung, die ohne eigene Recherche aus dem Pressebericht der Polizei übernommen wurde, entspricht nämlich nicht der Realität. Tatsächlich war es so, dass im Vorfeld zum Alstadtfest im Internet seitens der Nazis angekündigt wurde, dort „Zecken“ angreifen zu wollen. Und gekommen sind die Neonazis schließlich auch und haben Stunk gemacht.

    Neonazis ausschließen? Doch, natürlich! Neonazis müssen überall und immer konsequent ausgeschlossen werden. Rassismus und Menschenverachtung verdienen keine Toleranz. Und eine solche Einstellung ist auch nicht diskussionswürdig. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

    Und sollten in den Gaststätten, auch wenn nur unterschwellig, rechte und rassistische Thesen vorherrschen, dann gilt unsere Kampagne natürlich auch diesen Personen, da wir jede Art von Rassismus ablehnen.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.