Lingener Neonazi wegen Aufkleberaktion verurteilt

Ende August, Anfang September des letzten Jahres wurden in Lingen Aufkleber der so genannten „Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei/Auslands- und Aufbauorganisation“ (kurz NSDAP/AO) an Laternen, Zigarettenautomaten und Häusern geklebt. Auf den Aufklebern waren neben der Anschrift der Organisation in Lincoln/USA auch Parolen wie „Rotfront verrecke!“, „NS-Verbot aufheben!“ oder „Wir sind wieder da!“ zu lesen. Ebenso prangte ein Hakenkreuz auf den Aufklebern.

Auf Grund dieser Aufkleberaktion gab es schon am 08.12.2011 eine Gerichtsverhandlung beim Amtsgericht Lingen gegen den 37-jährigen Andreas K. Ihm wurde vorgeworfen eben diese Aufkleber mit anderen Personen, welche nicht ermittelt werden konnten, verklebt und somit die Straftat „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ begangen zu haben. Die Straftat findet sich im Strafgesetzbuch im Paragraphen 86a und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.

Bei der Verhandlung im Dezember wurde K. zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 15 Euro verurteilt. Allerdings reichte der Angeklagte Berufung gegen das Urteil ein, sodass es am 27.02.2012 vor dem Landgericht erneut verhandelt werden sollte. Jedoch kam es nicht soweit. Der Angeklagte erschien erst gar nicht vor Gericht, sodass der zuständige Richter die Berufung des Angeklagten zurückwies und das bestehende Urteil jetzt rechtskräftig geworden ist.