Archiv für März 2013

Frei.Wild? Nein, danke!

Auch wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses „Kein Frei.Wild in Aurich – Rechtspopulismus das Geweih stutzen“, rufen euch dazu auf zahlreich zu erscheinen und ein Zeichen gegen das geplante Frei.Wild Konzert zu setzten. Am 12.04.2013 sollen zuerst eine Kundgebung und abends ein Gegenkonzert stattfinden.

Frei.Wild ist eine Deutschrockband deren Texte provokant und patriotisch ausgelegt sind. Sänger der Band „Phillip Burger“ war in seiner Jugend Sänger der Neonazi-Band „Kaiserjäger“ und später aktives Mitglied in der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheitlichen“. Heute singt er als Frontmann der Band Frei.Wild über „Heimatliebe“, „böse Gutmenschen“ und Religionen die nicht in sein „deutsches Südtirol“ passen.
Kein Wunder: Phillip Burger hat sich zwar von der Neonaziband- und Parteivergangenheit distanziert, aber nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Sorge um die Band.
Desweiteren gilt Frei.Wild, trotz eindeutigen von völkischen und nationalistischen Klischees bedienten Zeilen wie „Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache“ nicht als Rechtsrockband sondern als Grauzoneband. Vor allem bei Jugendlichen ist die Band beliebt. Bedenken wegen einer möglichen Nähe zur rechten Szene liegen kaum vor. Auf ihren Konzerten mischen sich immer wieder Neonazis unter das Publikum und vor allem nach Konzerten kam es vermehrt zu Übergriffen auf Menschen die nicht in das Weltbild einiger Frei.Wild-Hörer passten.

Wir möchten klarstellen, dass Frei.Wild eine Band mit rechten Texten ist und zum erleichterten Einstieg in die rechte Szene beiträgt. Daher rufen wir, mit „Kein Frei.Wild in Aurich – Rechtspopulismus das Geweih stutzen“, zu einer Demonstration gegen das Konzert in der Sparkassenarena auf und laden im Anschluss zu einem Alternativ-Konzert ein.

Mehr Infos dazu:
Kampagne: „Kein Frei.Wild in Aurich“

Facebook: Antifaschistisches Gegenkonzert

Informationstext über Frei.Wild