HoGeSa-Kundgebung in Hannover und Naziparty in Biene (Lingen)

Tagsüber in Hannover hetzen…
Nach der HoGeSa-Demonstration in Köln mit rund 5000 TeilnehmerInnen traf sich die rassistische „Bewegung“ am 15.11.14 in Hannover. Aufgrund der Ausschreitungen beim vorherigen Aufmarsch der rechten Hools und FaschistInnen war die Demo zwar zunächst verboten worden, allerdings wurde seitens der VeranstalterInnen dagegen Klage eingereicht. So durfte letztendlich zwar keine Demo, jedoch eine Kundgebung der „Hooligans gegen Salafisten“ unter strengen Auflagen stattfinden. Einen Auftritt der rechten Hooliganband „Kategorie C“ durfte es an diesem Tag aber nicht geben. Die TeilnehmerInnen mussten sich mit Rechtsrock aus der Konserve zufrieden geben.

Initiativen gegen rechts und antifaschistische Gruppen hatten im Vorfeld 17 Veranstaltungen angemeldet. Mehr als 5000 Gegendemonstrant*Innen beteiligten sich an den Protesten gegen die Kundgebung der Nazis. Auch die Polizei hatte aufgerüstet und war mit mehreren tausend BeamtInnen präsent.

Auf dem – abgesehen von viel Polizei – fast menschenleeren Kundgebungsgelände hinter dem Hauptbahnhof beklagten sich die Hooligans schnell über Langeweile. Viele versuchten, früher als geplant abzureisen. Einzelne Nazigruppen waren allerdings nach Kundgebungsschluss noch bis spät in die Nacht in Hannover unterwegs und hofften vermutlich auf Zusammenstöße mit Gegendemonstrant*Innen. Einer dieser Zusammenstöße verlief jedoch nicht ganz so, wie es sich die Nazis vorgestellt hatten, woraufhin es im Nachhinein zu der kuriosen Situation kam, dass ausgerechnet Hooligans sich darüber echauffierten, dass Ihnen Gewalt angetan wurde. Personell bestand die HoGeSa wieder aus rechten Hools, so genannten „Freien Kräften“, Mitgliedern faschistischer Parteien, wie z.B. „Die Rechte“, der NPD und der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“, welche auch als RednerInnen fungierten.

Erneut machten sich auch regionale Neonazis auf die Reise zu der „Hooligans gegen Salafisten“ – Kundgebung. In Hannover nahmen Stefanie Frese, Thomas Berger (beide Emsbüren), Daniel Borker (Lingen-Biene), Tobias Richter (Haselünne) und Markus Post teil.

…und abends mit den KameradInnen saufen.
Nach der Kundgebung in Hannover fand am Abend des 15. November bei Daniel Borker eine Naziparty mit etwa 20 Personen statt. Regionale und überregionale Neonazis sowie Kundgebungs-TeilnehmerInnen feierten mit lauter Rechtsrockmusik in der Gartenlaube auf Borkers Grundstück.

Nachdem die HoGeSa-Demonstration in Köln bei den TeilnehmerInnen noch starke Euphorie ausgelöst hatte, folgte in Hannover dann die Ernüchterung. Dennoch ist es weiterhin wichtig, dieser „Bewegung“ sowohl auf deren Großveranstaltungen als auch in der Region entschlossen entgegen zu treten.